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Was gibt es Neues in der Verteidigung des biologischen Weinbaus in Frankreich?
€45.00 (inkl. MwSt.)
Specifiche
| Unterricht | 1 |
|---|---|
| Dauer | 20 Minuten |
| Typologie |
In stock
DESCRIZIONE
DESCRIPTION
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Descripción
Klimatische Rahmenbedingungen und Pflanzenschutzdruck
Der französische Weinsektor steht vor erheblichen Herausforderungen im Zusammenhang mit dem Klimawandel, da extreme Wetterereignisse immer häufiger auftreten: Spätfrost, starke Niederschläge, anhaltende Dürre und besonders regenreiche Jahreszeiten wie 2024, ein Rekordjahr hinsichtlich der Niederschlagsmenge. Dieses Szenario verstärkt den Druck auf den Pflanzenschutz, wobei laut den jährlichen Erhebungen des Technischen Instituts für biologischen Landbau unter 400 bis 600 Winzern Peronospora und Schwarzfäule die Hauptprobleme darstellen.
Bodenbewirtschaftung und Vegetationsdecke
Die Bodenbewirtschaftung ist ein grundlegender Pfeiler des ökologischen Landbaus. Derzeit liegt der Schwerpunkt auf der flächendeckenden Einführung von Pflanzendecken und Gründüngungstechniken, wobei zahlreiche spezifische Schulungsprogramme für ökologische und konventionelle Winzer in ganz Frankreich angeboten werden.
Fortschrittliche Strategien gegen Mehltau
Resistente Sorten
Die Entwicklung neuer Rebsorten ist eine strategische Priorität. Die verschiedenen französischen Weinbauregionen arbeiten an der Schaffung von Genpyramiden mit zwei oder drei Genen, die gegen Peronospora resistent sind, sowie an der Erforschung der Resistenz gegen Schwarzfäule. Ziel ist es, über Beobachtungsnetze, die von technischen Instituten und dem INRA betrieben werden, Sorten zu entwickeln, die an den Klimawandel angepasst sind und die önologische Qualität gewährleisten.
Verständnis und Umgang mit der Impfung
Die Forschungsprogramme konzentrieren sich auf die Mechanismen der Sporenbildung und die Krankheitszyklen, wobei Netzwerke zur Überwachung der Sporen durch Boden- und Luftanalysen entwickelt werden. Besonders vielversprechend sind die Ergebnisse zur Reduzierung der Inokulation durch winterliche Laubentfernung, die eine signifikante Verringerung der Sporen und des Pflanzengesundheitsdrucks zeigen. Parallel dazu werden Entscheidungshilfen zur Optimierung der Maßnahmen entwickelt.
Alternativen zu Kupfer
Zahlreiche Programme haben verschiedene Substanzen getestet, darunter ätherische Öle, pflanzliche Substanzen, Mineralien, Zucker und Immunstimulanzien. Terpene aus Orangen zeigen unter trockenen Bedingungen bei niedrigem bis mittlerem Druck interessante Ergebnisse, auch wenn derzeit keine Alternative vollständig wirksam ist. Es sind weitere Grundlagenforschungen erforderlich, um die Wirkmechanismen der vielversprechendsten Substanzen zu verstehen.
Technologische Innovationen
Das VT-Tunnelsystem stellt eine bedeutende Innovation dar: Planen, die sich bei Regen automatisch öffnen, um den Weinberg zu schützen. Die Technologie funktioniert, aber es gibt noch kritische Punkte, die in der agronomischen Bewirtschaftung des Bodens und der Vegetation gelöst werden müssen, sowie noch hohe Kosten, die einer Optimierung bedürfen.
Forschungsprogramme Parsada
Eine nationale Initiative, die sich in komplementäre Unterprogramme gliedert: Savoir befasst sich mit der Prophylaxe und der geschlechtlichen Phase der Peronospora, ASAP befasst sich mit Resistenzen gegen konventionelle Produkte, ETAP untersucht die Rolle der Mikrobiota und der biologischen Lösungen, während Leviers integrierte Alternativen entwickelt, indem es resistente Sorten, biologische Bekämpfung und physikalische Systeme kombiniert. Das Programm Pariciembio stellt die ehrgeizigste Herausforderung dar: den Aufbau vollständig kupferfreier biologischer Systeme in den nächsten fünf Jahren unter Verwendung des Living-Lab-Ansatzes unter Einbeziehung verschiedener Akteure.
Kupfer: Verwaltung und Vorschriften
Die Daten der INRA-Studie zeigen, dass die Ökotoxizität von Kupfer in Weinbergen bei Dosierungen von 4 kg/ha/Jahr begrenzt ist. Der kritische Aspekt ist die Bioverfügbarkeit: An organische Stoffe gebundenes Kupfer verursacht keine Toxizitätsprobleme, während freies Kupfer toxisch, aber mobil ist. Die Analyse des Gesamtkupfergehalts ist daher kein Indikator für die tatsächliche Toxizität des Bodens. Auf regulatorischer Ebene wurden seit 2018 19 Zulassungen für kupferhaltige Produkte verloren, wobei in der letzten Welle nur zwei Zulassungen erteilt wurden. Es kommt zu Verzerrungen zwischen den nationalen Behörden, da Produkte in Italien zugelassen sind, in Frankreich jedoch nicht, was zu Wettbewerbsproblemen führt.
Aufkommende Insekten und Bekämpfung der Goldgelben Vergilbung
Die Überwachung betrifft verschiedene neu auftretende Bedrohungen: Xylella fastidiosa, Popillia japonica, die bereits in Italien vorkommt, Aleurocantus spiniferus und die afrikanische Zikade, die auf Korsika schwere Schäden verursacht hat. Die Bekämpfung der Goldgelben Vergilbung durch die GDON-Gruppen in Nouvelle-Aquitaine ist ein Erfolgsmodell: Dank präziser Überwachung, gezielter Rodung und begrenzter Behandlungen konnte der Einsatz von Insektiziden um 83 % reduziert werden, wobei die meisten Gebiete keine Behandlung mehr erfordern.
Der in diesem Video wiedergegebene Bericht wurde während des Enoforum BIO 2025 vorgestellt (Online | Präsenzveranstaltung: Piacenza, 24. Oktober 2025).